Du willst dich für einen Medizinstudienplatz bewerben und möchtest dabei so schlau wie möglich vorgehen um das Beste aus deiner Bewerbung herauszuholen?

Wir geben dir im Folgenden Artikel 7 Tipps wie du deine Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung im offiziellen Bewerbungsverfahren über Hochschulstart erhöhen kannst.

1. Nimm deine Bewerbung ernst und informiere dich gründlich

Hochschulstart hat mit dem neuen Verfahren zwar einige überfällige Reformen im Bewerbungssystem für einen Medizinstudienplatz umgesetzt, allerdings ist das neue Bewerbungsablauf durch die Veränderungen auch um einiges komplizierter geworden. Lass dich von der Flut an Informationen über das neue Auswahlverfahren nicht überrollen! Nimm dir lieber in Ruhe Zeit und informiere dich gründlich über das Bewerbungsverfahren.

Tipp: Viele grundsätzliche Informationen zu den neuen Richtlinien und Änderungen findest du in unserem Blogartikel: Medi-Match erklärt die Bewerbung fürs Medizinstudium

2. Deine Abinote ist nach wie vor wichtig

Man hört immer wieder, dass der Numerus Clausus für das Medizinstudium jetzt abgeschafft ist. Das stimmt zwar formal, doch das bedeutet noch lange nicht, dass das deine Abitursnote jetzt wenig oder sogar gar nichts mehr bei deiner Bewerbung zählt!

Es stimmt, dass die Gewichtung der Abiturnote im Auswahlverfahren der Hochschulen eingeschränkt wurde, doch sie ist immer noch in der Abiturbestenquote das Ausschlagende Kriterium und damit entscheidend für für 30% der Studienplätze.

3. Mach einen Studieneignungstest (z.B. Medizinertest)

Ein gutes Ergebnis im Medizinertest (TMS) ist, mit dem neuen Zulassungssystem, an fast jeder Universität von entscheidender Bedeutung. Sowohl für die Berechnung im AdH als auch für die Punkteverteilung im ZEQ wird dieses angerechnet. Der Medizinertest ist das wichtigste Bewerbungskriterium, das unabhängig von deinen Schulnoten ist. Daher empfehlen wir dir unbedingt daran teilzunehmen.

Tipp: Wenn du also kein exzellentes Abitur hast ist der Medizinertest eine wichtige Chance auf Verbesserung. Ein guter Medizinertest hat schon so einigen Bewerbern mit einem 2,X Abitur zu einem Medizinstudienplatz verholfen. Mehr Infos zur Gewichtung deines TMS Ergebnisses findest du in unserem Medi-Match Bewerberguide.

Achtung: Du kannst den Medizinertest nur einmal in deinem Leben machen, also bereite dich gründlich darauf vor.

4. Lass dir Engagement und Berufstätigkeit anrechnen

Neben dem Medizinertest gibt es noch weitere Möglichkeiten ohne überragende Schulnoten einen Medizinstudienplatz zu bekommen. So bekommst du im Auswahlverfahren der Hochschulen Punkte für gesellschaftliches Engagement, berufliche Ausbildungen und Tätigkeiten im medizinischen Bereich. So kannst du deine Chancen zum Beispiel durch eine abgeschlossene Ausbildung zum Rettungssanitäter oder durch ein Freies sozilales Jahr (FSJ) verbessern. Mehr Informationen und eine Liste welchen Ausbildungen, Tätigkeiten und Ehrenämtern dir Punkte geben findest du in unserem Medi-Match Bewerberguide.

Tipp: Informiere dich schon vor deiner Bewerbung welche Engagements, Preise und Ausbildungen dir einen Vorteil verschaffen.

5. Überlege dir an welchen Unis du studieren möchtest

Im neuen Bewerbungssystem ist es wichtiger denn je, dass du die Universitäten genau in die Reihenfolge bringst, in der du am liebsten studieren möchtest. Im alten Bewerbungssystem war es zum Teil notwendig bestimmte Universitäten einen höheren Rang zuzuordnen um überhaupt eine Chance auf Zulassung an der jeweiligen Universität zu erhalten. Mit der Reform im Bewerbungsverfahren ist das nicht mehr notwendig. Überlege dir also zunächst in welcher Stadt du studieren möchtest.

Am Ende des Studiums schreibt man allerdings an allen Universitäten das gleiche Staatsexamen und erhält am Ende den gleichen Abschluss. Bei einer späteren Bewerbung als Arzt auf eine Stelle ist die Universität an der du studiert hast also nicht so wichtig wie deine Abschlussnote im Examen.

Tipp: Beziehe bei deiner Auswahl Faktoren wie Nähe zu deinem Wohnort, Größe der Stadt, Größe und Ruf der Universität oder Studienform (Regelstudiengang oder Modellstudiengang).

6. Informiere dich an welchen Unis du gute Chancen hast

Nachdem du deine Wunschliste mit deiner Reihenfolge an Universitäten erstellt hast kommt der wichtigere Teil. Überprüfe an welchen Unis du eine Chance haben könntest. Berechne dafür deine jeweiligen Verfahrenswerte in den 3 Auswahlquoten für jede Universität und recherchiere nach den Grenzwerten aus den Vorjahren. Wenn du bei einer Universität nahe an der Auswahlgrenze aus dem Vorjahr bist oder sogar besser, solltest du sie auf jeden Fall in dein Ranking aufnehmen.

Tipp: Bewerbe dich generell bei möglichst vielen Universitäten und nehme die Universitäten an denen du in den letzten Jahren gute Chancen gehabt hättest auf jeden Fall in dein Ranking auf.

Um dir die viele Zeit und Recherchearbeit zu ersparen haben wir den Medi-Match Chancenrechner entwickelt. Er gibt dir innerhalb von wenigen Minuten einen Überblick über all deine Verfahrenswerten in allen Auswahlquoten und eine Chancenanalyse anhand der Vorjahresgrenzwerte und das alles auf deine Verfahrenswerte abgestimmt. Starte jetzt mit Medi-Match und erhalte dein individuelles Ergebnis mit einem umfassenden Überblick deiner Bewerbungschancen.

7. Erstelle eine Rangliste auf Hochschulstart

Wenn du eine Liste deine Wunschuniversitäten erstellt hast und dir einen Überblick über deine Chancen gemacht hast kannst du es offiziell machen und deine Rangliste auf Hochschulstart einreichen.

Tipp: bleibe während der Koordinierungsphase aufmerksam und kontrolliere regelmäßig deine Emails und das Web-Portal von Hochschulstart. In dieser Phase kannst du dich bei mehreren Zusagen noch zwischen den Universitäten entscheiden. Sobald die Phase der Koordinierungsregeln beginnt ist dies nicht mehr möglich und es wird anhand deiner Rangliste entschieden.

Du hast trotz allen Tipps eine Absage erhalten? Erfahre in diesem Blogartikel 7 Alternative Wege ins Medizinstudium.